RGS nimmt die aktuelle Situation sehr ernst und sucht, unterstützt von weiteren Fachpersonen und Behörden, nach den Ursachen für diese Häufung von fieberhaften Durchfällen bei Kühen.
RGS ist im konstanten Austausch mit den verschiedenen Fachpersonen der Vetsuisse, des IVIs, im Ausland sowie mit den Vertreterinnen und Vertretern der Veterinärämter und dem BLV. Ausserdem wurden in den letzten 10 Tagen zahlreiche Anfragen der Presse und verschiedener anderer interessierter Institutionen beantwortet.
Auch mit den Tiergesundheitsdiensten in an die Schweiz angrenzenden Regionen in Frankreich und Deutschland und Österreich sind wir im regelmässigen Austausch. Frankreich und Deutschland melden aus grenznahen Gebieten sehr ähnliche Probleme, die ebenfalls seit wenigen Wochen bestehen. Wir tauschen uns auch über deren Untersuchungsergebnisse aus.
Was die bisherigen Untersuchungen angeht, liegen bislang keine schlüssigen Ergebnisse vor.
Rota- und Coronaviren:
Kotproben aus 14 Betriebe wurden bisher untersucht: Alle Ergebnisse waren negativ.
Schmallenberg-Virus:
Auf 3 Betrieben aus verschiedenen Regionen wurden alle Kühe beprobt. Die Kühe hatten mehrheitlich Antikörper gegen diese Infektion. Die Infektion kann aber auch 1 bis 1.5 Jahre zurückliegen. Jungtiere wurden z.T. auch untersucht, um festzustellen, wie alt die Infektion ist. Die Ergebnisse waren nicht einheitlich. Die Bedeutung dieser Ergebnisse kann anhand der sehr kleinen Anzahl untersuchter Betriebe noch nicht eingeordnet werden. Es ist bis jetzt noch nicht gelungen, Schmallenberg-Virus in frisch erkrankten Tieren nachzuweisen.
Es ist wichtig, dass weiter nach möglichen beteiligten Erregern gesucht wird. Die Bestandesmedizin der Vetsuisse Bern und RGS sind im engen Austausch mit Labors und Behörden, um das weitere Vorgehen festzulegen. Weitere Informationen folgen anfangs nächster Woche.