Zusammenfassung Webinar vom DSM Firmenich:

Mykotoxine bei Wiederkäuern – Risiken senken, Leistung sichern

von Franziska Rink, Dian Schatzmayr, Johannes Faas


Mykotoxine (MT) sind weltweit allgegenwärtig und können beim Vorhandensein in Futtermitteln auch die Gesundheit von Rinderbeständen in der Schweiz beeinträchtigen.  DSM-Firmenich – eine Fusion von DSM (Niederlande) und Firmenich (Schweiz) – hat in ihrem World Mycotoxin Survey den umfassendsten globalen Bericht über die Verbreitung und das Risiko von Mykotoxinen veröffentlicht. Mit über 10.000 analysierten Proben aus mehr als 80 Ländern liefert dieser Bericht wichtige Erkenntnisse über Kontaminationsniveaus, Muster des gemeinsamen Auftretens und regionale Risikoprofile. Im Jahr 2025 zeigten z.B. Untersuchungen von Mais, Maissilagen und Raps in Deutschland, dass die Risikoschwellenwerte für einige Mykotoxine deutlich überschritten wurden.

Heute sind nur Aflatoxin B1 gesetzlich begrenzt (Höchstwert), während für andere Mykotoxine im Rinderfutter hauptsächlich empfohlene Richtwerte und Empfehlungen gelten.

Bei der Futterzusammenstellung für unsere Rinder ist es wichtig, die verschiedenen möglichen Kontaminationsquellen zu berücksichtigen. Von einer Co-Kontamination spricht man, wenn mehrere Arten von Mykotoxinen gleichzeitig im Futter vorhanden sind. Diese können sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken und dadurch die schädlichen Effekte auf das Tier erhöhen.

Im Webinar wurde neben der komplizierten Diagnostik auch auf Bekämpfungsstrategien am Tier sowie auf Präventivmaßnahmen am landwirtschaftlichen Betrieb eingegangen.

1) Bekämpfungsstrategien am Tier: Es gibt keine Einheitslösung für alle Mykotoxine!

Die Wiederkäuer sind nicht durch ihre Verdauung vollständig gegen Mykotoxine geschützt. Das bisher breitverbreitetes Glauben, dass die Pansenflora die MT verstoffwechseln können, gilt nicht mehr. Dieses Potenzial ist durch verschiedene Faktoren beeinflusst:

Im Tier, MT verändern unteranderen das Darmmikrobiom, verringern die Schleimproduktion und durch zytotoxische Wirkung schädigt die Darmbarriere.

Folgende Effekte können somit am Tier beobachtet werden:


2) Präventivmassnahmen

Durch eine gute landwirtschaftliche Praxis und sachgerechtes Lagermanagement können die Risiken von MT auf Milchviehbetrieben reduziert werden:

Sortenwahl & ackerbauliche Massnahmen

Pflügen als Bodenbearbeitungsmethode einsetzen:

Fungizide & Biopestizide:

Wettervorhersage extrem wichtig zu berücksichtigen

Erntemassnahmen:

Lager- und Silomanagement:

 

Autorin: Amandine Baumert RGS

 

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