Die Ausbreitung der hochansteckenden Seuche Lumpy Skin Disease (LSD) ist in den Wintermonaten zum Erliegen gekommen. Allerdings muss mit dem Beginn der Vektorperiode mit einem Wiederaufflammen der Seuche gerechnet werden. Seuchenherde in Frankreich lagen nahe der Schweizer Grenze, weshalb auch ein Übertritt in die Schweiz durchaus möglich ist. Neben der Prävention, vor allem durch Einschränkungen des Tierverkehrs, ist auch die Früherkennung eines ersten Falles in der Schweiz enorm wichtig.
Wichtig zu wissen ist, dass die typischen Hautläsionen erst in einem zweiten Krankheitsstadium auftreten, das durchschnittlich 14 Tage nach Infektion auftritt. Die ersten Symtome sind:
Diese Symptome sind in diesen Stadien einer Blauzungen-Infektion zum verwechseln ähnlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, über die Möglichkeit der Ausschlussdiagnose LSD bescheid zu wissen und diese im Zweifelsfall auch lieber einmal zu viel zu veranlassen.
Eine Ausschlussdiagnose LSD zur Abgrenzung gegen die Blauzungenkrankheit ist in folgenden Fällen angezeigt:
Da das Virus im Blut schlecht nachweisbar ist, muss in diesen Fällen immer zumindest EDTA-Blut, Serum UND ein trockener Nasentupfer entnommen und eingeschickt werden. Wenn Hautknoten vorliegen, bitte unbedingt eine Stanzenbiopsie von 2 Knoten nehmen ( 0.6-0.8 cm, trocken in einem Probegefäss). Von LSDV verursachte Hautveränderungen würden viel Virus enthalten.
Eine Ausschlussdiagnose hat keine Sperremassnahmen zur Folge. Die Unterschiede zum Verdachtsfall sind in folgendem Merkblatt des BLV dargelegt. Ist unklar, ob eher ein Verdachtsfall oder eine Ausschlussdiagnose angezeigt ist, muss mit den kantonalen Veterinärbehörden Rücksprache genommen werden.
aktuelle Infos werden weiterhin vom BLV veröffentlicht: Informationen BLV
Verfolgen Sie die Entwicklung auf der Karte des BLVs: zur Karte
Die Empfehlungen zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit sind beim BLV aufgeschaltet!
Weitere nützliche Informationen: